Am 16. Juni veröffentlichte das Nationale Statistikamt die Kerndaten zur Industrieproduktion für Mai 2026. Im Mai stieg die Wertschöpfung der Industrieunternehmen ab einer bestimmten Größe landesweit real um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr, 0,4 Prozentpunkte stärker als im April; das Wachstum gegenüber dem Vormonat betrug 0,40 %. Das kumulierte Wachstum von Januar bis Mai erreichte laut Statistikamt 5,4 %.
Branchenspezifische Daten zeigen, dass 28 von 41 wichtigen Industriesektoren ihr Produktionswachstum beibehalten konnten. Die Wertschöpfung der Textilindustrie stieg im Jahresvergleich um 2,6 % und erholte sich damit stetig. Verglichen mit dem Gesamtwachstum des verarbeitenden Gewerbes von 4,4 % ist die Erholungsdynamik des Textilsektors jedoch relativ schwach. Dies deutet darauf hin, dass die traditionellen Leichtindustrien weiterhin mit einer schwachen Inlands- und Auslandsnachfrage, Kostendruck und anderen Herausforderungen zu kämpfen haben.
Die Daten spiegeln auch die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Branchen wider: Der Maschinenbau und die Hightech-Fertigung verzeichneten ein bemerkenswertes Wachstum, wobei der Sektor der Elektronikgeräteherstellung um 17 % zulegte. Traditionelle Branchen wie die Textil-, Chemie- und Baustoffindustrie wiesen hingegen ein moderates Wachstum auf. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Textilproduktion in den kommenden Monaten weiter anziehen wird, da Maßnahmen wie Konsumanreize, der technologische Wandel in der Industrie und die auf den Übergang ausgerichtete Finanzhilfe fortgesetzt werden und die Aufträge für Herbst- und Wintertextilien schrittweise anlaufen.

